Das Kropfband
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Die Herkunft des Kropfbands

Ein Kropfband ist als Schmuckstück Teil der bayerischen und österreichischen Tracht.

Es zeichnet sich durch besondere Breite aus und wird eng am Hals anliegend getragen.

Seinen Ursprung soll das Kropfband im Salzburger Land haben. Anders als Meersalz enthielt das Salz aus dieser Region kein Jod. Dieser Jodmangel führte seit Jahrhunderten gehäuft zur Vergrößerung der Schilddrüse, dem sogenannten Kropf (Struma). Mindestens seit dem 19. Jahrhundert wurden von den Frauen zu festlichen Anlässen Kropfbänder getragen, die entweder den Kropf selbst oder aber die Narben nach einer Kropf-Operation verdecken sollten.

Neben der einfacheren Variante, die aus einem circa sechs Zentimeter breiten, mit Perlen, Schmucksteinen oder Stickereien verzierten Samtband bestand, trugen die reicheren Salzburgerinnen eine Luxusausführung dieses traditionellen Schmuckstücks. Dabei wurden viele dünne Gold- oder Silberkettchen mit Stegen verbunden, die ein Verdrehen oder Verheddern verhindern sollten. Sie liefen an einem aufwändig gefertigten Mittelstück zusammen, das den vorderen Halsbereich zierte. Dieses Mittelstück war oft eine filigran ausgeführte Goldschmiedearbeit, präsentierte sich reich ornamentiert und war zusätzlich noch mit Edel- und Halbedelsteinen geschmückt. Die kostbaren Halsbänder gehörten zu der Festtagstracht früherer Frauen-Generationen und dienten einem ganz bestimmten Zweck (nämlich dem der Vertuschung vorhandener Makel). Auch heute werden Kropfbänder noch gerne zu besonderen Anlässen getragen, wenngleich ohne die besondere Notwendigkeit vergangener Tage. (Zitat „Planet wissen“)

Erfreulicherweise sind Kröpfe für uns Frauen des 21. Jahrhunderts längst Vergangenheit, ein Kropfband schmückt aber auch heute noch einen makellosen weiblichen Hals auf erlesene Art und Weise und bei jedem Event.